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„Palliative Praxis“ – ein Fortbildungsprojekt der Robert Bosch Stiftung

UNIONHILFSWERK bietet als einer der ersten Träger in Deutschland 40stündige Fortbildung an

 

 

Was geschieht mit einem schwerstkranken Menschen, wenn ein Hospiz oder eine Palliativstation nicht zur Verfügung stehen und Altenpflegeheime hierfür nicht vorbereitet sind? Vielen Menschen kommt dann keine palliative Hilfe und Begleitung zugute. Für die wachsende Gruppe der Demenzkranken müssen zudem erst noch geeignete Wege der palliativen Betreuung gefunden werden.

 

Es ist einiges zu tun, um möglichst viele pflegerische und ärztliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in entsprechende Kompetenzen und praktischer Anwendung zu schulen, zumal Palliativpflege und Palliativmedizin bislang kaum in der Alten- und Krankenpflegeausbildung oder im Medizinstudium verankert sind. Die entsprechende Pflichtstundenzahl im Medizinstudium ist gering, und in Alten- und Krankenpflegeausbildungen wird gerade begonnen, das Thema zu integrieren.

 

Die Robert Bosch Stiftung hat aus diesem Grund 2004 eine Fortbildungskampagne gestartet, die möglichst viele Kranken- und Altenpflegekräfte sowie Ärzte erreichen soll und berufsübergreifend ausgerichtet ist. Hinter dem Titel „Palliative Praxis“ steckt der Anspruch, diese zum Nutzen der Patienten und alten Menschen einzuführen.

 

Als ersten Schritt sammelte und sichtete eine Expertengruppe bereits existierende Lehrpläne der Grund-, Fort- und Weiterbildung in Palliativpflege und –medizin in Deutschland und ausgewählten europäischen Ländern. Außerdem wurden Lehr- und Lernmaterialien unter die Lupe genommen sowie Leistungen des Wohlfahrtsbereichs zusammengetragen.

 

Auf dieser Grundlage entstand ein interdisziplinäres Curriculum für die Aus- und Fortbildung. Es beinhaltet Themen wie

• Schmerztherapie,

• Symptomkontrolle,

• Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht,

• Ernährung,

• Kommunikation,

• pflegerische Aspekte,

• Trauer,

• Angehörigen- und Nahestehendenarbeit,

• Seelsorge und

• Ethik.

 

Die entwickelten Fortbildungsmodule wurden auf die Bedürfnisse und knappen zeitlichen und finanziellen Möglichkeiten vollstationärer Pflegeeinrichtungen zugeschnitten. Das Qualifizierungsangebot wurde in leicht zugänglicher, kostengünstiger und zeitsparender Form an die Bedürfnisse der Praxis angepasst.

Spezifische Lehr- und Lernmaterialien (Handreichungen, Computerpräsentationen, Kurzfilme zur Darstellung besonderer Praktiken u. ä.) stehen zur Verfügung.

Im Rahmen der Fortbildung wird mit der Storyline-Methode gearbeitet.

 

Seit April 2006 stehen die einzelnen Module im Rahmen einer 40stündigen Fortbildung zur Verfügung.

In diesem Monat fand auch die erste Dozentenschulung „Palliative Praxis“ statt. 21 in der Hospiz-, Palliativ- und Bildungsarbeit tätige Personen aus Deutschland und Rumänien nahmen an der Schulung teil, darunter auch Dirk Müller vom UNIONHILFSWERK.

 

Das UNIONHILFSWERK setzt das Curriculum „Palliative Praxis“ trägerintern um. Regelmäßig finden Schulungen für max. 20 Teilnehmer/-innen statt.

Gleichzeitig wird das Angebot im Rahmen der Institutionenberatung und Bildungsarbeit der Zentralen Anlaufstelle Hospiz (ZAH) anderen Institutionen und Organisationen zugänglich gemacht.

 

Haben Sie Interesse an einer von der ZAH durchgeführten 40stündigen Fortbildung „Palliative Praxis“? Dann nehmen Sie mit uns Kontakt auf, wir beraten Sie gerne hinsichtlich des Konzeptes, der Organisation und Finanzierung dieser Fortbildung und verabreden geeignete Termine.

 

Kontakt: Dirk Müller www.palliative-geriatrie.de/index.php

 

 

 

 

 

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