UNIONHILFSWERK Palliative-Geriatrie
 
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Sterbende würdevoll betreuen

Leitlinie zur Sterbebegleitung im UNIONHILFSWERK gibt Orientierung und schafft Sicherheit

Die palliative und hospizliche Pflege und Betreuung hat sich im UNIONHILFSWERK zu einem wichtigen Anliegen entwickelt und wird immer mehr in den Pflegewohnheimen und ambulanten Pflegediensten praktiziert. Wir alle können stolz darauf sein, gerade die vielen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Im Rahmen einer palliativen Versorgung steht die Leiden lindernde Betreuung der schwerstkranken und sterbenden Menschen im Vordergrund. Bei der kurativen Versorgung ist die Heilung einer Erkrankung das Ziel.

Zahlreiche Mitarbeiter aller Professionen, wie Pflegekräfte und Sozialarbeiter, wurden in den vergangenen Monaten intensiv in Palliativpflege und –medizin sowie der hiermit verbundenen ethischen Grundhaltung geschult. Im Kontext dieser Schulungen sowie der inhaltlich-konzeptionellen Fortentwicklung unserer Pflegeangebote wurde eine „Leitlinie zur Begleitung und Betreuung von sterbenden Menschen sowie deren Angehörigen und Nahestehenden im UNIONHILFSWERK“ entwickelt. Hieran waren Mitarbeiter der ambulanten und stationären Einrichtungen beteiligt. Unser Kompetenzzentrum Palliative Geriatrie war Impulsgeber und übernahm die Moderation des wichtigen, einjährigen Entwicklungs- und Diskussionsprozesses.

Die Leitlinie geht auf alle Bereiche ein, die eine würdevolle und ethisch vertretbare Betreuung und Versorgung sterbender Menschen betreffen. Dabei steht eine lebensbejahende Philosophie im Fokus, die einhergeht mit der Schaffung von Lebensqualität. Für diese tragen alle, die Betroffenen, Angehörigen und Mitarbeiter eine große gemeinsame Verantwortung. Gleichfalls steht die Kommunikation mit Menschen in der letzten Lebensphase sowie deren Pflege und Zuwendung im Vordergrund. Nachzulesen ist auch, welche Entscheidungen am Lebensende von großer Bedeutung sind. Hinweise auf die Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht dienen als Grundlage für eine Beratung des alten und sterbenden Menschen sowie der Nahestehenden. Hervorgehoben wird dabei auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit. Die Schmerzbehandlung durch Ärzte hat das Ziel, die Lebenssituation des Sterbenden zu verbessern oder zu erhalten. Die individuelle Begleitung der Sterbenden und deren Angehörigen durch Haupt- und Ehrenamtliche sowie die Begleitung nach dem Tod, zum Beispiel mit Abschiedsritualen, werden in der Leitlinie ausführlich beschrieben. Ein umfangreiches Literaturverzeichnis sowie eine nützliche Auflistung infrage kommender Kooperationspartner und ergänzender Angebote vervollständigen die wichtige Handreichung.

Die Leitlinie dient der Orientierung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie bildet das ethische und konzeptionelle Fundament für die tägliche Arbeit. In Kürze wird das Material allen Einrichtungen zur Verfügung gestellt. Nun sind alle Mitarbeiter eingeladen und aufgefordert, sich aktiv an der praktischen Gestaltung der Leitlinie zu beteiligen, sie gemeinsam zu diskutieren und deren Inhalte fortzuentwickeln.

Autorin: Angela Franke

 

Leitlinie zur Sterbebegleitung im UNIONHILFSWERK gibt Orientierung und schafft Sicherheit

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