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Pilotschulung zur Hospiz- und Palliativ-beratung (§39b SGB V)

KPG, ZAH, DGP und DHPV erproben neues, im HPG definiertes Angebot mit der AOK Nord-Ost

 

Mit dem in 2015 verabschiedeten Gesetz zur Hospiz- und Palliativversorgung (HPG) wurden auch die Krankenkassen mit einem neuen Auftrag betraut. Deren Aufgabe ist und wird es, begleitend zur Beratung von Pflegebedürftigen und deren Angehörigen, eine Beratung bzw. Information zur Hospiz- und Palliativversorgung durchzuführen und Betroffene in das bestehende regionale Netzwerk zu vermitteln respektive einzubinden.

Berliner Situation

In Berlin werden die BeraterInnen der kommunalen und kassenseitigen Pflegestützpunkte bereits seit Jahren über die Spezial- und Fachberatungsstelle Zentrale Anlaufstelle Hospiz (ZAH) in Kooperation mit dem Bildungsbereich vom Kompetenzzentrum Palliative Geriatrie (KPG) im Kontext hospizlich-palliativer Versorgungsstrukturen und -themen geschult.

Die AOK Nord-Ost hat sich dafür entschieden, dieses Modell aufzugreifen und alle MitarbeiterInnen aus den Pflegestützpunkten mit den Themen Sterben, Tod und Trauer vertraut zu machen, damit die Themen auch in der Beratungsarbeit aufgegriffen werden können

Neues Curriculum in Erprobung

Eine Arbeitsgruppe, der VertreterInnen aus der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) und vom Deutschen Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) – namentlich Martina Kern (Bonn), Dirk Müller (Berlin), Heiner  Melching (Berlin) und Friedemann Nauck (Göttingen) angehören – hat auf Anfrage und in Einbezug der AOK Nord-Ost ein „Curriculum für Sozial- und Pflegeberaterinnen und -berater der Kranken-/Pflegekassen und Pflegestützpunkte zu §39b SGB V Hospiz- und Palliativberatung entwickelt. Dieses wurde erstmals am 19.und 20.2017 im Rahmen einer Pilotschulung erfolgreich erprobt.

Sowohl an der Entwicklung des Curriculums als auch  an der Pilotschulung war  Amöna Landrichter von der Berliner Spezial- und Fachberatungsstelle ZAH involviert. Zudem beteiligten sich  die AOK Pflege-Akademie in Person von Frau Katharina Graffmann-Weschke an der Entstehung des Curriculums.

Ergebnisse, Fragen und Auseinandersetzungen der BeraterInnen mit den relevanten Themen werden in den kommenden Wochen eine Berücksichtigung in der inhaltlichen und methodischen Weiterentwickelung des Curriculum finden.

Da die regionale Verortung als Vermittlungs- und Versorgungsaufgabe zentrales Thema der Berliner und ggf. auch der bundesweit tätigen MitarbeiterInnen in Pflegestützpunkten werden dürfte, sind die ZAH sowie der Bildungsbereich des Kompetenzzentrums Palliative Geriatrie (KPG Bildung) neben der DGP und dem DHPV wichtige Partner in der inhaltlich-konzeptionellen Gestaltung des Beratungsauftrages der Krankenkassen. Für die ZAH und KPG Bildung wird es zukünftige Aufgabe sein, die MitarbeiterInnen der Berliner Pflegestützpunkte auf die Auseinandersetzung mit dem Themenfeld bei Ratsuchenden vorzubereiten und sie mit einem Basiswissen auszustatten, damit zeitnah eine Anbindung an die Spezialberatungsstelle ZAH  oder anderer infrage kommender Einrichtungen aus der regionalen Hospiz- und Palliativstruktur geschehen kann.

Weitere Schulungen geplant

Für Berlin, aber auch die Bundesländer Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, gibt es bereits Schulungstermine, die über die Pflege-Akademie der AOK Nord-Ost vermittelt werden.

Die Berliner Pflegestützpunkte werden ab Mai von KPG Bildung in Kooperation mit der ZAH geschult. Neben der AOK Pflegeakademie ist auch die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung Berlin eingebunden.

Zudem findet unter Einbeziehung der DGP, des DHPV, der ZAH und KPG Bildung im Februar 2017 eine Trainerschulung in Berlin statt. Ziel ist es, dass Curriculum den TeilnehmerInnen vorzustellen und auch in anderen Bundesländern einzusetzen.

Amöna Landrichter und Dirk Müller

 

KPG, ZAH, DGP und DHPV erproben neues, im HPG definiertes Angebot mit der AOK Nord-Ost

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