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Corona-Vorsorge: Sondertelefon Berliner Notfallverfügung

Broschüre "Wenn Ihr Arzt nicht mehr heilen kann" in acht Sprachen

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Die Corona-Pandemie verunsichert viele, vieles verändert sich. Das betrifft auch alte und hochbetagte Menschen.

Mit Beginn der 1. Welle der Pandemie im März 2020 reagierte die Berliner Fach- und Spezialberatungsstelle „Zentrale Anlaufstelle Hospiz (ZAH)“ im Kompetenzzentrum Palliative Geriatrie (KPG) mit einer Sonderrufnummer. Hier tätige haupt- und ehrenamtlichen Berater*innen beschäftigen sich bis heute mit den Sorgen der Berlinerinnen und Berliner ab 60 Jahren.

Die Berliner ZAH-Sondernummer 40711114 steht auch jetzt, in der 2. Welle der Pandemie, allen Berliner Bürger*innen zu div. Vorsorgethemen, zur Berliner Notfallverfügung und zu Hilfsangeboten für das Lebensende zur Verfügung.

Das zusätzliche Angebot bietet den Service, Fragen und Anliegen zu Lebensendsituationen zu klären sowie – unter Einbeziehung der jeweiligen behandelnden Ärzt*innen – relevante Vorsorgedokumente zu erstellen. Hierzu gehörten eine Patientenverfügung, die Vorsorgevollmacht und/oder der Berliner Notfallplan. Über die Hotline ist es zudem möglich, sich für eine zeitnahe telefonische 1-zu-1-Beratung anzumelden. Relevante Unterlagen werden vorab zugesandt. Das Angebot ist für Ratsuchende kostenlos. Spenden sind willkommen.

Bisher wurden 200 Beratungsgespräche sowie zahlreiche Informationsgespräche geführt. Mehr als 100 Berliner*innen erstellten zudem eine „Berliner Notfallverfügung“.

Deutlich wird, dass das Angebot für bedeutsam ist. Hier können Ratsuchende Sorgen, auch Nöte, an kompetenter Stelle besprechen. Viele baten zudem um Hilfe und Begleitung für sich oder Nahestehende. Große Verunsicherung bestand u.a. zur Frage, ob Hochbetagten oder Menschen mit Demenz ausreichend geholfen wird, sollte es aufgrund des Pandemiegeschehens zur Überlastung des Gesundheitssystems kommen.

Neben dem verständlichen Wunsch nach Selbstbestimmung am Lebensende, zeigt sich bei vielen Anrufer*innen auch eine große Sorge um Nahestehende. Zumeist handelt es sich um eigenen Kinder bzw. Ehe- oder Lebenspartner*innen, die nicht mit Entscheidungen belastet werden sollen.

So meldete sich eine hochbetagte Berlinerin. Sie ist 92 Jahre, ihre Tochter 71. Die Anruferin hatte bisher keinerlei Vorsorge getroffen, weil keine wesentlichen gesundheitlichen Probleme vorlagen. Vor der Pandemie hatte sie sich noch nicht mit der eigenen Endlichkeit beschäftigt. In der aktuellen Situation war es ihr wichtig, ihre Entscheidung bezgl. lebensverlängernden Maßnahmen schriftlich festzuhalten, damit ihre Tochter nicht überfordert werde. Im Kontext der Beratung konnte die Dame alle sinnvollen Vorsorgedokumente erstellen. Nun fühlt sie sich leichter und auch die Tochter fühlt sich entlastet.

Fachgesellschaften, wie die deutschsprachige Fachgesellschaft Palliative Geriatrie (FGPG) fordern im Umgang mit an Covid-19 erkrankten Patient*innen, den in der Patientenverfügung vorausverfügten Willen zu berücksichtigen und umzusetzen und gleichzeitig betroffenen Menschen entsprechende Hilfen, wie Symptomlinderung bei Atemnot, zu erschließen. Auf der Website der FGPG finden Sie u.a. eine „Handlungsempfehlung zur Betreuung hochbetagter und gebrechlicher Menschen im Kontext von Covid-19“.

Die Berliner ZAH-Sondernummer 40711114 zum Thema Vorsorge und Berliner Notfallverfügung ist von Montag bis Freitag von 09.00 bis 15.00 Uhr erreichbar. Zudem ist ein Anrufbeantworter geschaltet.

 

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