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Gesundheitliche Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase (§132g SGB V)

Gesundheitliche Versorgungsplanung (GVP), definiert in §132g Abs. 3 SGB V und Ende 2017 mittels Vereinbarung zur GVP beschrieben, wurde 2015 in das Deutsche Hospiz- und Palliativgesetz aufgenommen, um einen geordneten und fachlichen Dialogprozess zwischen Bewohner*in, Nahestehenden sowie Ärzt*innen und Heimmitarbeiter*innen über das Leben und Sterben anzubieten. Auch soll über Möglichkeiten der hospizlich-palliativen Versorgung beraten werden.

Laut Idee der GVP kommt ein/eine geschulte/r Berater*in zur/zum Bewohner*in und bezieht Nahestehende, Ärzte sowie das Pflege- und Beratungsteam ein. So soll sichergestellt werden, dass sich das Lebensende der/ des Bewohner*in an ihren/ seinen jeweiligen Wünschen orientiert.

Instrumente in der GVP, die sich als einen mehr oder weniger langen Prozess versteht, können Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und/oder Betreuungsverfügung sowie eine Notfallplanung sein. Diese sollen in Beratungsgesprächen und Fallbesprechungen nachvollziehbar erklärt und vermittelt und wenn nötig auch in leichter Sprache angepasst werden. Es ist aber genauso möglich, ohne Ausfüllen und Beratung zu diesen Instrumenten über das Leben und Sterben miteinander ins Gespräch zu kommen.

Dreiklang in der GVP

Die Gestaltung von GVP sollte sich am sog. „Dreiklang der GVP“ orientieren, der auf der 12. Fachtagung Palliative Geriatrie präsentiert sowie in der DHPV-Fachgruppe Hospizkultur und Palliativmedizin in stationären Pflegeeinrichtungen und über die deutschsprachige Fachgesellschaft Palliative Geriatrie (FGPG) vertreten wird.

Demnach soll GVP für die Leistungsberechtigten (1) von kompetenten Personen aus der jeweiligen Einrichtung (Berater*innen) und (2) unter Einbezug regionaler Kooperationspartner*innen (z. B. Hospizdienst, SAPV) sowie (3) in Gestaltung eines jeweiligen Heimnetzwerkes verbindlich gestaltet und umgesetzt werden.

Kooperation & Vernetzung

Das Kompetenzzentrum Palliative Geriatrie (KPG) hat sich im Rahmen des Meinungsbildungsprozesses zur GVP und der bundesweiten Vereinbarung beteiligt und zudem ein beachtetes Pilotprojekt im Netzwerk Palliative Geriatrie Berlin durchgeführt.

Zudem ist das KPG ist ständiges Mitglied am Runden Tisch Hospiz- und Palliativversorgung im Land Berlin und erstattet diesem Bericht.

Das KPG beteiligt sich zudem an der Arbeitsgruppe Hospiz- und Palliativversorgung in Pflegehemen des Runden Tisches und entwickelt hierüber kommunale Strategien zur Etablierung von GVP im Land Berlin weiter. Hier wurde auch in einer weiteren Unterarbeitsgruppe GVP der Berliner Notfallplan entwickelt.

KPG Bildung bietet ein regelmäßiges Alumni-Netzwerk für GVP-Berater*innen von KPG Bildung an.

GVP-Berater*innenschulung in 2021

Seit 2018 bieten wir über KPG Bildung und in Kooperation mit der Berliner Fach- und Spezialberatungsstelle Zentrale Anlaufstelle Hospiz Berater*innenkurse zur GVP an.

Das Schulungscurriculum orientiert sich an den gesetzlichen Regelungen, der o. g. Vereinbarung zur GVP sowie an den Grundsatzpapieren der deutschsprachigen Fachgesellschaft Palliative Geriatrie (FGPG) "Palliative Geriatrie" und "Autonomie und Selbstbestimmung in der Palliativen Geriatrie". KPG Bildung bietet im Jahr mind. einen GVP-Kurs an, bei großer Nachfrage auch zwei GVP-Kurse.

  • Kurs 1 (Kurs-Nr. KPG Bildung 2021-09): 22.03.-24.03.2021 und 21.04.-23.04.2021 (Theorieteil) sowie 27.08.2021 (Abschluss Praxisteil 1) und 10.12.2020 (Abschluss Praxisteil 2). Weitere Infos I Onlineanmeldung I Tel: 030 42265838 I Mail (Bitte Kursnummer angeben!)
  • Hier finden Sie die Bildungsangebote von KPG Bildung incl. Onlineanmeldung.

Qualitätszirkel für GVP-Berater*innen in 2021

Für abgeschlossene Absolvent*innen von GVP-Beraterkurse (ab Praxisteil 1) bieten wir in Berlin regelmäßige Austausch- und Vernetzungstreffen an. (Kurs-Nr. KPG Bildung 2021-03)

GVP im UNIONHILFSWERK

Zudem führt der Träger des KPG, das UNIONHILFSWERK, die GVP seit 2017 in vier Pflegewohnheimen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe ein. Das KPG beteiligt sich an diesem Prozess.

Weitere Infos

 

(Stand 20200929)

 

 

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Covid-19-Pandemie

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